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China ist anders  

Essen und Trinken oder gibt es etwa was Wichtigeres?

HotpotKantonesen essen alles, was fliegt, schwimmt oder vier Beine hat, ausser Flugzeuge, U-Boote und Tische. Dieser Spruch ist im ganzen Land bekannt. Huhn, Ente, Schwein, Rind, Schlange, Frosch, Hund, Schildkroete und natuerlich eine riesengrosse Vielfalt an Fisch und Meeresfruechten werden hier durch kurzes Anbraten oder Duensten zubereitet. Huehnerfuss in der Suppe

Etwas gewoehnungsbeduerftig sind die Knochen in jedem Fleischgericht. Aber die Kantonesen lieben diese Knochenknaupelei und es ist famos mit welcher Gewandtheit sie es beherrschen, im Mund das Fleisch von den Knoechelchen oder den Fisch von den Graeten zu lösen. Knochen und Graeten werden auf den Tisch, manchmal auch auf den Boden gespuckt.

Es gibt eine Vielzahl von Gemuesesorten, die der gemeine Europaeer alle unter der Kategorie „Blaetter“ einordnen wuerde. An keinem Gericht darf Knoblauch fehlen. Besonders lecker werden hier Fische und anderes Meeresgetier zubereitet. In den Restaurants hat man die selbstausgesuchten lebenden Exemplare in 20 min zubereitet auf dem Tisch. Frischer geht es nicht. Sehr beliebt sind gedaempfte gefuellte Teigtaeschchen.Fritierte Fischlein

Kleine Krabben

Das kantonesische Essen ist landesweit bekannt. Man sagt, dass der Zauber einer kantonesischen Frau nicht in ihrem Gesicht, sondern in ihrer Fertigkeit im Suppe-Kochen laege. Die langsam gekochten Suppen sind eine typische kantonesische Erfindung, die es fast nirgendwo in anderen Teilen Chinas gibt.

Zum Teil sind die Gerichte etwas lasch –sozusagen auf den Eigengeschmack vertrauend- zum anderen so scharf, dass man vor lauter roter Chilischoten das Essen nicht findet. Und genau die grosse Bandbreite zwischen drin, ist das leckerste, was einem passieren kann.

Essen im Restaurant

So schnell wie sie von mindestens 4 Kellnerinnen umzingelt und an einen Tisch gefuehrt werden, koennen sie sich gar keinen Ueberblick verschaffen, wo sie am liebsten sitzen moechten. Also: vertrauen und fuehren lassen.

Essen im Restaurant GuilinBestellung:

Nachdem nur eine Speisekarte gebracht wurde (eine Person bestellt fuer alle, was bei unserem ersten Chinabesuch sehr peinlich ausging, da wir uns jeder ein Essen aussuchten) erwartet die Kellnerin auch schon die Bestellung. Man kann sich trotzdem Zeit lassen, sie wartet geduldig. Ist die Karte mit Bildchen, haben sie grosses Glueck, ist die Karte in chinesisch und englisch haben sie Glueck, ist die Karte nur in chinesisch, beginnt das Gluecksspiel. Als Grundregel die Menge betreffend kann man sagen: Ein Gericht mehr bestellen wie Personen am Tisch sitzen. Niemals 7 Gerichte (bringt Unglueck).  

Mindestens ein halbes Dutzend Kellnerinnen wird in der Zeit zwischen Bestellung und Bezahlung an ihren Tisch kommen, um neugierig die als Durchschlag am Tisch verbleibende Bestellliste zu studieren und laechelnd wieder zu gehen.

Tee und Geschirrwaesche:

Der meist kostenlose Tee der eingeschenkt wird, ist fuer das Waschen der Essschale und der Staebchen gedacht -zumindest in KANTON. Man giesst den Tee aus dem Teebecher ueber die Staebchen in die kleine Schale mit dem Porzellanloeffel hinein um dann darin den Trinkrand des Teebechers zu waschen.  Der "Wasch-Tee" wird in eine dafuer bereitstehende groessere Schale gegossen. Die naechste Schale Tee darf man trinken. Man giesst sich nie allein nach, selbst wenn man das Eingiessen nur andeutet, weil die Teeschale des anderen noch voll ist.

Essgeschirr:

Die Speisen werden von der Platte in die Essschale gefuellt. Wird der Loeffel nicht benoetigt, bleibt dieser in der Schale. Das kleine Tellerchen ist fuer Knochen und Graeten gedacht und wird regelmaessig ausgetauscht. Dort sollte man keine Speisen ablegen.

Voegelchen crisp und cross im GanzenStaebchen:

Wer denkt, dass Erdnuesse-Essen eine Kunst ist, sollte es mal mit glitschigem Tofu oder breiten Reisnudeln probieren. In jedem Fall die Staebchen niemals ins Essen stecken (erinnert an die Raeucherstaebchen, die fuer die Toten in den Sand gesteckt werden) oder auf den Tisch legen, sondern auf der bereitliegenden kleine Ablage oder der Essschuessel ablegen.

Servietten:

Servietten bekommen Sie nur in auslaendischen Restaurants. Eine Packung Tempo-Taschentuecher wird als Servietten-Ersatz gereicht, den sie bitte niemals fuer den eigentlichen Zweck -zum Naseputzen- verwenden. Sie koennen schmatzen, ruelpsen, mit vollem Mund sprechen, kleckern, spucken und das Essen daneben schmeissen, aber sich nicht am Tisch die Nase schnaeuzen, das ist verpoent. Diese Unart erreicht dann noch den Gipfel des Unverstaendnisses, wenn der Deutsche das Ergebnis im Taschentuch vielleicht noch betrachtet, in die Hosentasche steckt und mitnimmt.

Getraenke: Tsingtao Bier

Natuerlich ist es Tradition hier Tee zu trinken. Aber der Europaeer ist nun mal zu einem guten Essen sein Bier oder sein Glas Wein gewoehnt. Wer es also nicht schafft, Tee oder laufwarmes Wasser in allen Lebenslagen zu moegen, bekommt sein Bier in jedem Restaurant. Allerdings muss man auf die Blume verzichten. Das Bier wird extra langsam eingegossen und das Glas randvoll gemacht. Das beruehmteste Bier ist Tsingtao. Die chinesischen Biere sind meist leichter und mit weniger Alkoholgehalt als die deutschen. Beim Wein wird es schwieriger. In der Regel bekommt man im Restaurant den Wein nur Flaschenweise. Da es nunmal kein typisch chinesisches Getraenk ist, ist er entweder bezahlbar und ungeniessbar oder umgekehrt. Der beruehmte Great Wall sollte eines aelteren Jahrgangs sein, als junger Wein schmeckt er ueberhaupt nicht. Natuerlich bekommt man fuer gutes Geld im Supermarkt auch Importweine aus Australien, Chile, Frankreich und Italien. Mineralwasser mit Kohlensaeure ist in den chinesischen Restaurants nicht ueblich, im Supermarkt aber erhaeltlich.

Rechnung und Trinkgeld:

Wenn sie mit ihrem Partner essen gehen, wird der Frau die Rechnung praesentiert, da in China die Frau das Geld verwaltet. Trinkgeld ist nicht ueblich und sollte auch nicht aufgezwungen werden.

Essen auf die Hand

Die Take-Away-Kueche am Strassenrand bietet eine grosse Vielfalt, vorallem an handlichen Spiessen. Fliegende Haendler bieten dampfende Suesskartoffeln, geroestete Kastanien oder Maiskolben an. Und natuerlich hat auch Mc Donalds und KFC den Weg nach China gefunden.

Essen zu Hause

Will man trotz der guenstigen Restaurantpreise selbst kochen, bekommt man in den grossen Supermaerkten fast alle bekannten Zutaten. Westliche Produkte wie Kaese, Butter, Youghurt und Kaffee kann man kaufen, ist allerdings teuer. Man bekommt sogar Schwarzbrot in den Auslaendershops. Im Frischmarkt warten Huehner, Schildkroeten, Froesche, Fische, Meeresfruechte bis zum Kauf auf ihren Tod. Man kann sie natuerlich auch lebendig mitnehmen. Ich empfehle jedem Besucher einen einheimischen Frischmarkt zu besuchen. Das Erlebnis werden sie nicht vergessen.

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         Impressionen vom Frischmarkt

Es gibt ausserdem eine Fuelle von exotischen Gemuese- und Obstsorten, aber auch Gewohntes, wie Kartoffeln, Blumenkohl, Moehren und Bohnen. Kleine Cocktailtomaten gelten hier uebrigens nicht als Gemuese sondern als Obst und duerfen in keinem Obstsalat oder Eisbecher fehlen. Besonders zu empfehlen sind Mangos, deren Geschmack mit denen in Deutschland erhaeltlichen einfach nicht zu vergleichen ist. Jeder Chinese schaelt hier das Obst, soweit das moeglich ist. Weintrauben, Erdbeeren, Pflaumen oder Gemuese werden vor dem Verzehr moeglichst eine halbe Stunde in Salzwasser gewaessert.

Essen in unserer Betriebskantine

Puenktlich um 12 und 17.30 Uhr gibt es ein angeliefertes warmes Essen. Nun, was soll man sagen, ohne als maekelig zu gelten. Eine grosse Portion Reis, Fleisch oder Fisch, Gemuese und Frischobst.

Was will man also mehr? Mehr Reis? NEIN !!!

Aber vielleicht nicht jeden Tag dieses geschmacklich gleiche Gemuese, was hauptsaechlich nach Knoblauch schmeckt. Und dann jeden Tag klein gehackte Knochen knaupeln, je nach Tagesform –die Geschicklichkeit betreffend- mal mit mehr oder weniger Frust. Ab und zu gibt es aber auch knochenfreies Fleisch. Aber dann immer mit Gurkenstreifen oder Bohnen- und Moehrenschnipseln vermengt. Wenn sich am Grund des Fleischnaepfchens ein wenig Sosse verirrt hat, scheue ich nicht meine Staebchen aus der Hand zu legen und etwas Reis mit Sosse zu vermischen und mit dem Loeffel zu essen. Goettlich! - fuer Sossen-Tunker, wie es die Deutschen nun mal sind. Aber jetzt mal was Positives: Das Obst zum Nachtisch ist immer Spitze !

Und wer bis hier durchgehalten hat, kann sich die Photos meiner Spezialitaeten-Sammlung ansehen.

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