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Wissenswertes ueber China

1. Geographie und Bevölkerung

2. Klima

3. Zeitzonen

4. Religion

5. Politik

6. Wirtschaft

7. Umwelt

8. Sprache und Schrift

9. Bildung

10. Gesundheitswesen

11. Ein-Kind-Politik

12. Währung

 1. Geographie und Bevölkerung

Als drittgrößtes Land der Erde ist China mit seinen 10 Millionen Quadratkilometern so groß wie ganz Europa.

Ost-West-Ausdehnung:                                                     4.200 km

Nord-Süd-Ausdehnung:                                                      4.500 km

          höchster Berg:   Qomolongma (Mount Everest)                       8.848 m

          längster Fluß:    Yangzi (Jangtsekiang)                                  6.380 km

          schönster Fluß:  Lijiang (Karstlandschaft bei Guilin)

 Küstenlänge:                                                                 18.000 km 

Zieht man im Norden die Wüsten und im Westen die Hochgebirge ab, bleibt nicht mehr viel Platz für 1,3 Millarden Menschen. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt auf 10% der Fläche. Die Städte nehmen lediglich 1,5 % des gesamten Areals ein.

92% der Bevölkerung sind Han-Chinesen. Der Rest verteilt sich auf 55 ethnische Gruppen, deren Mitgliederzahlen zwischen einigen Hundert bis zu einigen Millionen schwanken. Diese nationalen Minderheiten sind als eigenständige Nationalitäten anerkannt.

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2. Klima

China hat Anteil an mehreren Klimazonen. Allerdings liegt der größte Teil Chinas in der gemäßigten kontinentalen Klimazone. Im Süden herrscht tropisches und subtropisches Klima.

heißester Ort:               Turpan (Nordwestchina)                         bis  + 48 °C   

         kälteste Region:             Heilongjiang (Nordostchina)                    bis  – 50 °C

feuchtester Ort:            Guangzhou                                          1.615 mm Niederschlag/Jahr

trockenste Region:         Xinjiang (Nordwestchina)                          4,5 mm Niederschlag/Jahr

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3. Zeitzonen

In ganz Chinas gibt es nur eine Zeitzone, obwohl sich das Staatssgebiet über vier Zeitzonen-Breiten erstreckt. Es gilt die einheitliche Pekinger Zeit. Der Unterschied zur  Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt +7 h, während der Mitteleuropäischen Sommerzeit +6 h.

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4. Religion

Offiziell ist die VR China ein atheistischer Staat. Es herrscht aber Glaubensfreiheit und es gibt viele Religionen. Am weitesten verbreitet sind Buddhismus, Islam, Christentum und Lamaismus. Konfuzianismus und Daoismus als Ethiklehren haben nach wie vor Einfluss auf die moralischen Verhaltensweisen der Chinesen.

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5. Politik

China gilt als autoritärer Staat und wird seit 1949 von der kommunistischen Partei Chinas (KPCh) geführt. Trotz dieser Ein-Parteien-Führung erlebten die Chinesen seit Gründung der Volksrepublik mehrere tiefgreifende politische Umwälzungen.

Innerhalb der KPCh standen Maos Anhänger denen Liu Shaoqi’s und Deng Xiaoping’s gegenüber. Beide Flügel wollten China zu einem mächtigen und wohlhabenden Staat aufbauen und soziale Unterschiede abschaffen. Die Maoisten versuchten dies mit Staatseigentum, Planwirtschaft, staatlicher Wohlstands- und Ressourcenverteilung und absoluter Kontrolle der arbeitenden Bevölkerung. Liu Shaoqi und Deng Xiaoping wiederum wollten marktwirtschaftliche Mechanismen, Privateigentum und die Förderung von Unternehmertum zur Erreichung des Ziels einsetzen.

Bis zum Ende der siebziger Jahre hatten die Maoisten die Herrschaft. Seit der Regierungszeit Deng Xiaoping 1978 schlägt China einen Kurs der sozialistischen Marktwirtschaft ein. Der Schritt weg vom Kollektivismus verschärft allerdings auch die Klassendifferenzen wieder.

Im März 2004 fasste der Volkskongress den Beschluss die Abschaffung des Privatteigentums wieder rückgängig zu machen und den Schutz des Privateigentums in die Verfassung aufzunehmen. Privatbesitz an Grund und Boden bleibt jedoch weiterhin davon ausgeschlossen.

Derzeit vereint Hu Jintao die höchsten Ämter in Staat, Partei und Politik auf sich. Dies sind das Amt des Generalsekretärs der KPCh, des Staatspräsidenten der Volksrepublik sowie des Vorsitzenden der Zentralen Militärkommission. Ministerpräsident (Vorsitzender des Staatsrates) und damit Regierungschef ist Wen Jiabao.

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6. Wirtschaft

Nach Gründung der Volksrepublik gab es vorallem eine Frage: Wie China jemals seine riesige Bevölkerung satt bekommen soll. Heute gehört dieses Land zu den größten Exportnationen der Welt.

Unter Mao Zedong sollte der Plan den Markt ersetzen. Oberstes Ziel war zunächst, dass sich das Land, ja sogar einzelne Provinzen und Regionen selbst versorgen können. Aufgrund fehlender administrativer Kräfte war eine strenge Planwirtschaft jedoch nicht möglich. Der „Große Sprung nach vorn“ (1958-1961) sollte die zentralisitischen Verwaltungen durch lokale, eigenverantwortlich wirtschaftende Volkskommunen ersetzen mit dem Ziel die landswirtschaftliche und industrielle Produktion zu steigern. Während andere Entwicklungsländer in dieser Zeit die Integration in den Weltmarkt aktiv förderten und wirtschaftlich aufholten, isolierte sich China vom Rest der Welt. Die Kampagne war politisch und wirtschaftlich ein Misserfolg und kostete Millionen Chinesen den Hungerstod.

Während der Kulturrevolution 1966 – 1976 wollte Mao China von den „vier Alten“ befreien: alte Bräuche, alte Gewohnheiten, alte Kultur und alte Denkmuster. „Rot“ sein war wichtiger als „fähig“ sein. Diese Kampagne warf China wirtschaftspolitisch um Jahre zurück.

Obwohl unter Mao die Wirtschaft wuchs, die medizinische Versorgung, die Möglichkeiten für Bildung und die soziale Sicherheit ein noch nie dagewesenes Niveau erreichten, musste selbst Mao sich eingestehen, dass seine Wirtschaftspolitik in einer Sackgasse steckte. Die Erfolge wurden nur durch Freisetzen zusätzlicher Ressourcen erreicht, das hohe Wirtschaftswachstum konnte nicht in höheren Konsum der Bevölkerung umgesetzt werden und Investitionen waren uneffizient.

Nach dem offiziellen Ende der Kulturrevolution 1969 betrieb Mao eine vorsichtige Politik der Öffnung Chinas auch gegenüber dem Westen. Aber erst nach Maos Tod 1976 waren Reformen möglich. Deng Xiaoping räumte den Bauern Eigentumsrechte an ihren Produkten ein, landwirtschaftliche Produkte durften wieder frei gehandelt werden, nicht-staatliche Unternehmen wurden zugelassen. Später durften ausländische Unternehmen in China investieren und das Steuerssystem wurde reformiert.

Heute fragt man sich, wie lange kann Chinas Wirtschaft noch in diesem Tempo wachsen. 2005 stieg China zur viertgrößten Wirtschaftsmacht der Welt auf, auch 2006 wird ein Wirtschaftswachstum zwischen 10% und 11 % erwartet, in vielen Produktionssektoren nimmt China nicht nur Spitzen- sondern Führungspositionen ein und nach Japan besitzt China die meisten Devisenreserven der Welt.

Das derzeit vorherrschende Marktwirtschafts-System wird in den Kaderschmieden als Übergangssystem zum Kommunismus angesehen. Nur über den Umweg des Kapitalismus kann die nächste Phase der Vergesellschaftung des Kapitals erfolgen. Na denn, es bleibt spannend.

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7. Umwelt

Mit Projekten wie dem Drei-Schluchten-Staudamm hat China den bisher größten Eingriff der Menschheitsgeschichte in die Natur vorgenommen. Nach den USA ist China der größte Kohlendioxid-Produzent und die Schwefelbelastung ist durch den hohen Anteil an Kohle als Brennstoff sehr hoch. Sieben der Zehn Städte mit der weltweit höchsten Umweltverschmutzung sind in China. Die rasche Industrialisierung und Anstieg Lebensstandard sprengt die Energieressourcen. 70 % des Energiebedarfs wird aus Kohle gewonnen und die Förderung und Verbrennung des Rohstoffs soll auch Ursache für weltweiten Klimawandel sein. Es leben mehr als 35 Millionen Chinesen in Gebieten, die von Wasserknappheit geprägt sind. Für die Regierung ist der Wassermangel Umweltproblem Nummer Eins.

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8. Sprache und Schrift

Chinesisch ist nicht nur einfach eine Sprache, es ist eine Kultur. Und darauf sind die Chinesen sehr stolz. Der Ton verleiht einem Wort erst seine Bedeutung. So gibt es fünf Töne: gleichbleibend, steigend, fallend-steigend, fallend, ohne. Das wohl strapazierteste Beispiel, um dies zu verdeutlichen ist das Wort "ma".

Mama                  

 Hanf           

Mă  Pferd           

Mà  schimpfen     

Ma Hilfswort zur Fragebildung

Mandarin (Pŭtōnghuà) heißt Standard-Sprache und ist die offiziell gesprochene Sprache in China und Taiwan. Die Aussprache ist regional sehr unterschiedlich. So wird ein Guangzhouer von einem Shanghaier oder Pekinger nicht verstanden. Desweiteren sprechen die über 50 verschiedenen Nationalitäten fast alle unterschiedliche chinesische Sprachen.

Mandarin ist Amtsprache und wird landesweit in China und Taiwan gelehrt, auch wenn es für viele Chinesen die Zweitsprache ist, wie bei uns in Deutschland die englische Sprache. In Hongkong und Macao ist die Bildungssprache offiziell nach wie vor Kantonesisch.

Die chinesische Schrift basiert auf Bildzeichen. 1955 fand eine Schriftreform zur Vereinfachung der meistgebräuchlichsten Zeichen statt. In ganz China werden einheitliche Schriftzeichen verwendet. Der Durchschnittschinese sollte mindestens 3000 Schriftzeichen kennen. Mit einem Wissenstand von unter 1000 zählt man als Analphabet.

Pīnyīn ist die phonetische Umschrift der chinesischen Sprache auf Basis des lateinischen Alphabets. Sie wurde 1931 in der Sowjetunion für die chinesischen Einwanderer entwickelt und 1957 in China genehmigt. Ohne Pīnyīn wäre das Schreiben mit einem Computer oder einer SMS nicht möglich. Pīnyīn wird von der International Standards Organisation (ISO) offiziell anerkannt.

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9. Bildung

Um im eigenen Land kommunizieren zu können, hat ein Chinese einiges zu lernen:     

Chinesische Standard-Sprache Mandarin

Chinesische Schriftzeichen

Pinyin-Schrift

Chinesische Muttersprache

Die heutigen Schulen sind aus den konfuzianischen Bildungsanstalten hervorgegangen. Vorallem abfragbares Wissen wie Lesen und Rezitieren wurde gefördert. Das Beherrschen der chinesischem Schriftzeichen ist nur durch Auswendig-Lernen zu erreichen.   

In den letzten Jahren vollbrachte China ein Wunder hinsichtlich seines Bildungssystems. Die seit 1986 bestehende 9jährige Schulpflicht ist schuldgeldfrei und konnte in 90% des Gebietes umgesetzt werden. Die Einschulungsrate betrug 2001 knapp 99%.

Nach dem Besuch der Grund- und der unteren Stufe der Mittelschule kann entschieden werden, ob die Oberstufe der Mittelschule und danach die Universität oder ob gleich eine Berufsschule oder Fachoberschule mit einer bestimmten Fachrichtung besucht werden soll.

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10. Gesundheitswesen

Lag die Lebenserwartung der Chinesen bei Gründung der Volksrepublik bei 35 Jahren, so liegt sie jetzt bei über 70 Jahren.

Große Fortschritte für die Landbevölkerung brachte das während der Kulturrevolution eingeführte System der Barfußdoktoren. Das waren Personen mit einer geringen medizinischen Ausbildung, die aber die am häufigsten auftretenden Krankheiten behandeln konnten.

Derzeit ist das gesamte Gesundheitswesen im Umbruch. Es wird ein Krankenversicherungssystem nach westlichem Vorbild angestrebt, da der Staat auf Kostenbeteiligung der Unternehmen und Privatpersonen angewiesen ist.

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11. Ein-Kind-Politik

Nach der Gründung der Volksrepublik im Jahre 1949 lebten in China etwa 540 Millionen Menschen. Ohne Geburtenkontrolle wuchs die Bevölkerung unter Mao so stark an, dass sie sich kaum ernähren konnte. Seit den 70er-Jahren gibt es strenge Gesetze zur Geburtenregelung (Ein-Kind-Ehe) und harte Sanktionen bei deren Bruch, so dass ab 2030 sogar mit einem Rückgang der Einwohnerzahlen gerechnet werden kann.

Seit jeher gab es Ausnahmeregeln. So war der Landbevölkerung (70% der Einwohner) ein 2. Kind erlaubt, wenn das erste ein Mädchen war. Nationale Minderheiten genossen Sonderrechte und Reiche konnten sich die Legalität ihres illegalen Familienzuwachses erkaufen.

Update 2007-09-18:

Aber die Behörden beobachten nunmehr die Folgen der Ein-Kind-Politik in den Millionenstaedten. Wenn die Überalterung der Gesellschaft so fortschreitet, sind soziale und wirtschaftliche Probleme mit negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und auf die Sozialversicherungssysteme vorprogrammiert. In Guangzhou leben fast 1 Mill. Menschen, die aelter als 60 Jahre alt sind. Damit liegt Guangzhou mit 13 Prozent der Gesamtbevoelkerung ueber dem Durchschnitt anderer Staedte.

Seit Juli 2007 duerfen Ehepaare, die beide Einzelkinder sind - also keine Geschwister haben, mit Genehmigung der Kommission fuer Bevoelkerungsentwicklung und Familienplanung ein zweites Kind bekommen. Sicher werden andere Grossstaedte folgen.

Update 2015-10-29:

Die Regierung schafft Ende Oktober 2015 die staatlich verordnete Ein-Kind-Politik offiziell ab. Ob der drohenden Überalterung damit noch entgegengewirkt werden kann, ist fraglich.  Viele Paare in den Großstädten können oder wollen sich mittlerweile kein zweites Kind leisten.

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12. Währung

Die chinesische Währung heißt Renminbi (deutsch: Volkswährung) – abgekürzt RMB. Sie ist in die drei Währungseinheiten unterteilt:

1 Yuan = 10 Jiao = 100 Fen

            Umrechnungskurs:       

   1 EURO =   1 YUAN =  
01.01.2016 7,08217 ¥ 0,14120
01.07.2015 6,58221 ¥ 0,14594
01.01.2015 7,45162 ¥ 0,13378
01.07.2014 8,40423 ¥ 0,11893
01.01.2014 8,41831 ¥ 0,11868
01.07.2013 8,19489 ¥ 0,12192
01.01.2013 8,32583 ¥ 0,11998
01.07.2012 7,95970 ¥ 0,12454
01.01.2012 8,20036 ¥ 0,12195
01.07.2011 9,36099 ¥ 0,10674
01.01.2011 8,79193 ¥ 0,11374
01.07.2010 8,32239 ¥ 0,12016
01.01.2010 9,80739 ¥ 0,10196
01.07.2009 9,60771 ¥ 0,10408
01.01.2009 9,56553 ¥ 0,10454
01.07.2008 10,7989 ¥ 0,09260
01.01.2008 10,7219 ¥ 0,09327
01.07.2007 10,2923 ¥ 0,09716
01.01.2007 10,2870 ¥ 0,09721
01.07.2006 10,1539 ¥ 0,09848

Quelle: http://www.oanda.com/lang/de/currency/converter/

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