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Macau   澳门

Grand Lisboa

2007-09-22

Mit dem Auto fahren wir ca. 90 km von Panyu nach Zhuhai zum Wanzai-Port. Von dort geht halbstuendlich eine Faehre nach Macau und die Wartezeiten bei der Aus- und Einreise sollen hier wesentlich kuerzer sein als am zentralen Grenzuebergang von Zhuhai. Da in Macau Linksverkehr herrscht, lassen wir das Auto lieber auf "unserer" Seite stehen und nutzen die oeffentlichen Verkehrsmittel. Macau ist wie Hongkong eine Sonderverwaltungszone Chinas. Man muss gewisse Zollbestimmungen einhalten und Touristen, die von Festlandchina kommen, duerfen ohne ein spezielles Visum nach Macau einreisen. Aber Achtung! Dies ist eine Ausreise aus China. Ein Zurueck gibt es nur mit einem Visum, was eine mehrmalige Einreise nach China erlaubt.

Die Ueberfahrt mit der Faehre kostet 12 RMB (1,20 €) und dauert kaum 10 Minuten. Arrival in Macau: a somber sight

Aus dem Hafengebaeude heraus, erwartet uns ein eher tristes Bild von dem Verfall preisgegebenen Haeusern und es roch sehr stark nach Fisch. Ueberall liegen oder haengen Fische zum Trocknen in der Sonne. Das Haus mit der Form eines Schiffsrumpfes wuerde eine Restauration gut vertragen und Macau waere um eine Attraktion reicher.

 

 

 

 

Die erste Frage war, welche Waehrung gilt hier und wie bekommen wir die.

Nachdem uns die ersten zwei Geldautomaten im Stich lassen, spazieren wir weiter und folgen den Beschilderungen in portugiesisch und chinesisch zur Touristenattraktion Nr. 1:

Ruins of St. PaulsDie Paulus-Kathedrale wurde 1580 erbaut und 1835 durch einen Taifun zerstoert. Die Ruinen von Sao Paulo erinnern heute an die portugisische Geschichte Macaus.

1557 gewaehrte China den Portugiesen das Niederlassungsrecht auf der Halbinsel, die im Norden an Festlandchina grenzt und Macau wird wichtiger Handelshafen. Nach dem Opiumkrieg mit der Gruendung der britischen Kronkolonie Hongkong verliert Macau an Bedeutung fuer den Handel mit China und Japan. 1849 werden die vorgelagerten Inseln Taipa und Coloane von Portugal besetzt. Macau wird 1887 an Portugal "auf ewig" abgetreten.

1975 verstaendigen sich China und Portugal ueber den Status Macaus als Territorium unter portugiesischer Verwaltung, fuer die Chinesen bleibt Macau chinesisches Territorium. 1987 wird in einer gemeinsamen Erklaerung die Rueckgabe Macaus an China beschlossen. Nach 442jaehriger portugiesischer Herrschaft wird Macau am 20.12.1999 an China zurueckgegeben und ist von da an fuer 50 Jahre Sonderverwaltungsregion der VR China.

Map of Macau 1986Macau hat heute knapp 500.000 Einwohner. Die vorgelagerten Inseln Taipa und Coloane bilden durch Landgewinnung immer mehr eine Einheit.

 Map of Macau 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                 Macau 1986                                                                                  Macau 2007                                        

Monte Fort

Gleich neben der Ruine befindet sich die Festung "Monte Fort". Ein einziges mal sollen die Kanonen im Einsatz gewesen sein - 1622 gegen die Hollaender. Von hier aus hat man einen Rundumblick ueber die Stadt, in der die verlotterten Haeuser dominieren.

View from Monte Fort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Blick in Richtung Grand Lisboa - dem im Bau befindlichen blumenfoermigen Prunkbau- laesst vermuten, dass es dort garantiert Geldautomaten gibt, bei denen auch etwas herauskommt. Langsam haben wir Durst und das Bewusstsein, dass wir nicht mal eine Flasche Wasser kaufen koennen, laesst Panik aufkommen. Also, den Berg runter ins Las Vegas von Macau. Am Geldautomaten kann man waehlen zwischen Macau-Pataka (MOP-der einheimischen Waehrung) und Hongkong-Dollar, der generell ueberall akzeptiert wird. Hinterher erfahren wir, dass sogar teilweise chinesische Renminbi angenommen werden.

Hier also findet man sie, die Schoenen und Reichen.Casino LisboaIn front of Grand Emperor HotelHotel Wynn

     

 

 

 

 

The egg of Grand Lisbao

Grand Lisboa

behind Grand Lisboa: derelict house

Das Grand Lisboa soll das Mekka des Glueckspiels werden, welches in China verboten ist. Das 103 m breite und 54 m hohe Ei -in Fernost ein Symbol fuer Spielglueck und Reichtum- beherbergt ein 4stoeckiges Spielcasino und darueber befindet sich auf 44 Stockwerken ein Hotel. Wirft man einen Blick hinter das Prunkgebaeude, so findet man heruntergekommene Haeuser, die soMacau Tower garnicht ins Bild passen.

 

Den Macau Tower, von dem man sich aus 233 m mit einem Sky-Jump in die Tiefe stuerzen kann, sahen wir nur von weitem, da die Zeit nicht reichte.

Senado Square

Danach gingen wir zum Senatsplatz "Largo de Senado" mit seinen neu renovierten Kolonialbauten, wo sich auch das Tourismusbuero befindet. Endlich hatte ich einen Stadtplan, aber der nachmittag war fast vorbei. Der Platz mit seinem wellenfoermigen Pflaster wurde als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen.

Holy house of Mercy

 

 

 

 

Das Heilige Haus der Gnade (Santa Casa da Misericordia) mit seiner markanten weissen Fassade war mit einem kitschig wirkenden Torbogen-Komplex aus Pappe verstellt und der Platz war geschmueckt - vielleicht aufgrund des bevorstehenden Mooncake-Festivals.

 

 

Salami-Sohlen

 

 

Die Zeit wurde knapp und wir wollten unbedingt diese Salami-Sohlen probieren, die auf dem Weg zur Ruine verkauft wurden, wir aber zu dem Zeitpunkt noch kein Geld hatten. Also zurueck zur Rue de Sao Paulo. Sie schmecken scharf und suess und deshalb etwas ungewoehlich, aber lecker.

 

 

 

 

 

Die letzte Faehre nach Wanzai geht 16.15 Uhr, die wollen wir erreichen. Also im Laufschritt wieder vorbei an getrockenem Fisch und Meeresgetier. Den Weg fanden wir sehr leicht, den der Faehrhafen befindet sich direkt neben dem riesigen teilweise auf Saeulen im Wasser stehenden eingeruesteten Gebaeude. Es wirkt auch wie ein alter Kolonialbau, aber leider fand ich bei meiner Recherche keinen Hinweis dazu. Vielleicht kann ja jemand helfen, der den Beitrag liest.

Mein erster Eindruck von Macau war eher enttaeuschend, da ausser den fast bonbonfarbenen Gebaeuden auf dem Senatsplatz und dem Casinoviertel die Stadt eher trist und heruntergekommen wirkt. Aber der erste Eindruck wird nicht der letzte sein. Wir werden wieder kommen, um die anderen Sehenswuerdigkeiten zu entdecken und die Inseln zu besuchen.

Hier geht's zur Fotogalerie "Macau"

 

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