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ZAZEN-Wochenende in Nankunshan

2007-07-21

Unser Blockhaus in Nankunshan   

Maren hatte zu einem ZAZEN-Wochenende in dieses Blockhaus nach Nankunshan eingeladen. Nankunshan ist eine bewaldete Berggegend ca. 75 km nordoestlich von Guangzhou (hier die detaillierte Wegbeschreibung).

Sandra und ich waren die einzigen Teilnehmer aus Guangzhou und wir nahmen uns einen Mietwagen mit Fahrer. Dank Navigationssystem, welches uns fast bis ans Ziel in dieser einsamen Gegend fuehrte, waren wir nach reichlich 2 h Fahrt am Freitag nachmittag angekommen. Dort standen drei Gaestehaeuser, ein Restauranthaeuschen und ein Rezeptionshaeuschen umgeben von Bambuswaeldern. Fuenf Stunden spaeter trafen alle anderen ein aus Dongguan. Die anderen waren: Maren und Fred, Oliver und Kerry, Jacky, Ana und die Hauptperson Dorothee.

Dorothee TakatsuDoro kommt gebuertig aus Kassel, lebt seit 25 Jahren in Japan und ist Zen-Buddhistin. In ihrem Heimatort Suzaka hat sie ein bescheidenes Haeuschen in einer landschaftlich schoenen Gegend, in der sie Zazen-Wochenenden und -seminare abhaelt. Nach dem alle ihre Zimmer bezogen hatten, wurde noch der Tisch (oder sagt man Altar?) geschmueckt und Doro gab einige Instruktionen zum Ablauf des Zazen. Zazen ist das japanische Wort fuer Sitzmeditation und ist ein unverzichtbares Element des Zen-Buddhismus. Diese Meditationstechnik soll Koerper und Geist zur Ruhe bringen und harmonisieren.

Erstmal mussten wir aber unseren Koerper zur Ruhe betten, da es am Samstagmorgen 5.30 Uhr hiess: AUFSTEHEN! Irgendwie schafften das auch alle und wir machten wortlos unseren Morgenspaziergang. Ich glaube zu dieser fruehen Stunde war ich noch nie unterwegs gewesen ausser vielleicht auf dem Heimweg von einer Party. Die Natur und ihre Geraeusche waren einfachLotussitz herrlich.

Danach nahmen wir in unserer Huette wortlos die Position auf unserem Sitzkissen ein, die wir bewegungslos 30 Minuten aushalten konnten. Normalerweise wird im Lotussitz meditiert. Da hat man aber ungeuebt keine Chance und meditiert im Schneider- oder Fersensitz. Die halbe Stunde verging schneller als anfangs befuerchtet. Mir gelang es jedoch nicht eine Minute gedankenlos zu sein. Fruehstuecksrunde Samstagmorgen

Jetzt gab es Fruehstueck auf der Terasse. Jeder hatte etwas mitgebracht und Maren hatte leckeres Brot gebacken. Die Temperaturen in Nankunshan sind viel angenehmer als in Guangzhou. Aufgrund der Hoehenlage ist es nicht so heiss und es weht meistens ein Lueftchen, so dass man es gut im Freien aushalten kann.

 

Marens BuddhaBlumen und Pflanzen sammelnDann folgte die Open-Eye-Ceremony fuer Marens Buddha, die einer neuen Buddha-Statue oder einer Statue, die "umgezogen" ist, die Augen oeffnen soll, damit sie uns beschuetzen kann. Wir sangen Sutras, das sind religioese Schlagworte, die in einer Art Sprechgesang zu rhythmischen Taktschlaegen gesungen werden. Fred und seine Bambus-Vasen-ProduktionVormittags ging es mit Gaertnerschere bewaffnet in den Wald um Blumen und Pflanzen fuer unsere Ikebana-Gestecke zu sammeln, die wir nachmittags kreierten und dann praesentierten. Fred hatte einen Bambusbaum gefaellt und uns daraus herrliche Gefaesse gewerkelt.

Die Grillmeister: Fred und Oliver

Am Abend grillten wir auf der Terasse unsere mitgebrachten Leckereien, was ein toller Multi-Kulti-Mix wurde, wo jeder wieder ein paar geschmackliche Anregungen mit nach Hause nahm.Shabutsu (konzentriertes buddhistisches Zeichnen)

Nachdem der Sonntagmorgen wieder einem fruehen Morgenspaziergang und einer halben Stunde Meditation begonnen hatte, stand nach dem Fruehstueck Shabutsu (Buddh. Painting) auf dem Programm. Dabei geht es eigentlich nur um die Konzentration, die man benoetigt, um eine Buddha-Figur mit einem speziellen Stift durch das Papier nachzuzeichnen.

Nach unserem Abschlussgespraech, bei dem es Tee und Marens Butterplaetzchen gab, war das Wochenende schon wieder fast vorbei. Zusammenfassend muss ich sagen:

- dass Nankunshan ein herrliches Fleckchen Erde ist

- dass ich um eine Erfahrung reicher bin was Buddhismus betrifft

- dass Buddhisten sehr weltoffene, lockere Menschen sein koennen

- dass eine herzliche Atmosphaere herrschte und wir viel gelacht haben

- dass es schoen war, wieder neue Leute kennengelernt zu haben

- dass ich jederzeit wiederkommen wuerde - zum einen nach Nankushan als Ort und zum anderen zu einem Zazen-Wochenende in dieser Atmosphaere

Hier geht es zur Fotogalerie Zazen in Nankunshan.

Zur Uebersicht 'Ausfluege und Events'

 

 

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